Prognostische und prädiktive Marker des Ovarialkarzinoms

Zusammenfassung Bedingt durch die häufige Resistenz gegen platinhaltige Chemotherapeutika und das Fehlen einer geeigneten Methode zur Früherkennung hat das Ovarialkarzinom die ungünstigste Prognose aller gynäkologischen Malignome. Um die Mortalität zu senken, gilt es, neuartige molekulare Therapien...

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Published in:Gynäkologe (Berlin) Vol. 46; no. 6; pp. 386 - 391
Main Authors: Meinhold-Heerlein, I., Bräutigam, K., Pecks, U., Maass, N., Bauerschlag, D.O.
Format: Journal Article
Language:German
Published: Berlin/Heidelberg Springer-Verlag 01-06-2013
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Description
Summary:Zusammenfassung Bedingt durch die häufige Resistenz gegen platinhaltige Chemotherapeutika und das Fehlen einer geeigneten Methode zur Früherkennung hat das Ovarialkarzinom die ungünstigste Prognose aller gynäkologischen Malignome. Um die Mortalität zu senken, gilt es, neuartige molekulare Therapien zur Überwindung von Platinresistenz zu entwickeln. Gleichzeitig müsste eine geeignete Methode zur Früherkennung etabliert werden, die wegen der geringen Inzidenz des Ovarialkarzinoms eine Spezifität von über 99% und einen positiven prädiktiven Wert von mindestens 10% aufweisen muss. Da bildgebende Verfahren sich als ungeeignet erwiesen haben, könnten neue Biomarker – etwa in Ergänzung zum etablierten Tumormarker CA-125 – als Früherkennungsmarker dienen. Eine weitere wichtige Rolle könnten sie auch bei der Diskriminierung zwischen einem benignen und einem malignen Befund spielen, wenn ein Ovarialtumor bereits diagnostiziert wurde. Schließlich dienen Biomarker als Indikatoren für die Prognose oder das Ansprechen einer Therapie. Der Fokus des Beitrags richtet sich auf Biomarker zur Risikoabschätzung im Rahmen von bereits etablierten Testverfahren und zur Früherkennung.
ISSN:0017-5994
1433-0393
DOI:10.1007/s00129-012-3129-z